Nomen in der französischen Grammatik

Was sind Nomen?

Nomen (auch: Substantive; französisch: les noms) sind Wörter zur Bezeichnung von Dingen (la table), Lebewesen (la fille, le chat), Orten (la France) und Abstrakta (le temps, l'amour). Nomen werden im Französischen meist mit ihrem Artikel oder mit einem Pronomen als Begleiter verwendet. Auch Adjektive können ein Nomen begleiten und geben mehr Informationen zu dessen Eigenschaften.

Beispiele:
Mon chien aime les friandises.Mein Hund mag Leckerlis (Tier)
L’amour rend aveugle.Liebe macht blind. (Abstrakta)
J’ai appelé ma cousine hier.Ich habe gestern meine Cousine angerufen. (Person)
Vous êtes allés en France cet été.Ihr seid diesen Sommer nach Frankreich gereist. (Ort)
Le livre paraîtra en mai.Das Buch wird im Mai erscheinen. (Gegenstand)

In diesem Artikel findest du alle notwendigen Informationen zum Thema Französische Nomen sowie zahlreiche Übungen am Ende der Seite, um das Gelernte anzuwenden.

Das Genus der französischen Nomen

Das Genus (im Französischen le genre) gibt an, welches grammatische Geschlecht ein Nomen hat. Am Artikel erkennen wir, ob ein Nomen männlich (le) oder weiblich (la) ist. Eine neutrale Form (wie im Deutschen das) existiert im Französischen nicht. In den meisten Fällen kann man auch an der Endung eines Nomens sein Genus erkennen, aber es gibt Ausnahmen. Am besten ist es, wenn du ein Nomen gleich mit seinem Artikel lernst.

Beispiele:
l’hommeder Mann, le chiender Hund, le tableaudas Gemälde, le travaildie Arbeit, le chênedie Eiche (männlich)
la femmedie Frau, la danseusedie Tänzerin, la librairiedie Buchhandlung, la tableder Tisch, la FranceFrankreich (weiblich)

Mehr zu diesem Thema kannst du auf der Seite Genus lernen.

Singular und Plural der französischen Nomen

Ein Nomen kann im Singular (Einzahl) oder im Plural (Mehrzahl) stehen. Dabei ändert sich seine Endung, manchmal auch das ganze Wort (bei unregelmäßiger Pluralbildung). Der Plural wird im Französischen meist mit -s gebildet. Es gibt aber auch ein paar Ausnahmen.

Beispiele:
J’ai acheté des pommes et des oranges au marché.Ich habe Äpfel und Orangen am Markt gekauft. (regelmäßige Pluralbildung)
Marion crée des bijoux très originaux.Marion entwirft sehr originellen Schmuck. (unregelmäßige Pluralbildung)

Mehr zu diesem Thema kannst du auf der Seite Plural lernen.

Die Nominalgruppe im Französischen

Als Nominalgruppe bezeichnet man eine Wortgruppe, die aus einem Substantiv (Kern dieser Gruppe), dem Artikel oder Bestimmungswort und einem oder mehreren dazugehörigen Adjektiven besteht.

Nominalgruppe = Artikel/Bestimmungswort + Substantiv + Adjektiv(e)

Beispiele:
Le voyageur curieux a visité le musée.Der neugierige Reisende hat das Museum besucht.
das Substantiv voyageur ist der Kern der Nominalgruppe
Ces belles îles grecques me font rêver.Diese schönen griechischen Inseln lassen mich träumen.
die Adjektive belles und grecques begleiten den Kern

Die Kategorien von französischen Nomen

Im Französischen unterscheiden wir zwischen nom commun (Substantiven) und nom propre (Eigennamen).

Ein nom commun bezeichnet eine Person, ein Tier, einen Ort, einen Gegenstand, eine Idee oder eine Gruppe von Dingen. Es hat immer einen Artikel oder ein Bestimmungswort (le, la, un, une, …).

Beispiel:
Je bois du vin avec mon amie.Ich trinke Wein mit meiner Freundin.

Ein nom propre bezeichnet eine Person, ein Tier oder einen Ort auf spezifische, einzigartige Weise. Eigennamen sind unveränderlich und werden immer großgeschrieben. Dazu gehören Vornamen und Nachnamen von Personen, Ländern, Städten usw.

Beispiel:
Romain habite à Lyon.Romain wohnt in Lyon.

Darüber hinaus lassen sich französische Nomen in folgende Kategorien einteilen:

  • zählbar oder nicht zählbar: = ob man sie zählen kann. Nicht zählbare Substantive haben keinen Plural, und manche Substantive können je nach Verwendung zählbar oder nicht zählbar sein.
    Beispiele:
    le crayon, la pomme, la filleder Stift, der Apfel, das Mädchenzählbare Nomen
    le beurre, le lait, l’eaudie Butter, die Milch, das Wassernicht zählbare Nomen
    es heißt: un crayon und une fille, aber du beurre und de l’eau
  • belebt oder unbelebt: Hier geht es nicht um Bewegung, sondern um die Seele (lateinisch: anima).
    Beispiele:
    un enfant, une enseignante, Marieein Kind, eine Lehrerin, Mariebelebte Nomen
    un train, une orange, Bordeauxein Zug, eine Orange, Bordeauxunbelebte Nomen
  • abstrakt oder konkret: Hier geht es darum, ob das Nomen eine abstrakte Idee oder etwas Materielles, Greifbares ist.
    Beispiele:
    la beauté, le bonheur, la logiquedie Schönheit, das Glück, die Logikabstrakte Nomen
    la robe, le cahier, l’hôpitaldas Kleid, das Heft, das Krankenhauskonkrete Nomen

Mehr Informationen zu den französichen Nomen

Auf der folgenden Seiten erfährst du mehr über das Genus und die Pluralbildung der französischen Nomen. In den Übungen kannst du das Gelernte wiederholen und deine Französischkenntnisse verbessern: